Immer weniger Tierkliniken mit Notdiensten

Wie auch die Rheinische Post am 7.8. berichtete, können immer weniger Tierkliniken einen nächtlichen Notdienst anbieten. Nachdem im letzten Jahr schon die Tierklinik Düsseldorf Zentrum (ehemals Lesia) ihren nächtlichen Notdienst einstellte, gilt dies inzwischen auch für das Kleintierzentrum Asterlagen (ehemals Tierklinik Duisburg-Asterlagen).

Somit bieten in unserer Region nur noch die Tierkliniken Neandertal in Haan, die Tierärztliche Klinik für Kleintiere Dr. Krauß in Düsseldorf sowie die Tierklinik Kaiserberg in Duisburg einen klassischen Notdienst an.

Die Ursachen dafür sind vielgestaltig: zum einen gelten für angestellte Tierärzte inzwischen Arbeitszeitgesetze, so daß für den Erhalt von Notdiensten zusätzliches Personal eingestellt und natürlich auch adäquat bezahlt werden muß. Der Mehraufwand beträgt dafür geschätzt 60.000 € pro Monat!

Zum anderen legen auch wir Tierärzte immer mehr Wert auf geregelte Arbeitszeiten.

Wie bereits früher schon einmal beschrieben, ist die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) in den letzten 20 Jahren nur geringgradig angepasst worden. Einen klassischen „Notdienstzuschlag“ gibt es im Moment nicht, das heißt, der 3-fache Satz der Gebührenordnung ist die Grenze. Dies spiegelt aber eine faire Entlohnung der tierärztlichen Tätigkeit nicht mehr wieder! Erst recht nicht, wenn in Kliniken oder auch in Privatpraxen im „Notdienst“ Fälle behandelt werden sollen, bei denen es sich definitiv um verschleppte Erkrankungen oder Lappalien wie z.B. Wurmbefall handelt.

Der tierärztliche Beruf wird weiterhin von den meisten Tierärzten mit großem Enthusiasmus und Idealismus betrieben. Aber die Arbeit darf nicht zur Selbstzerstörung führen und muß auch entsprechend honoriert werden. Dies ist im Moment in Gefahr und es besteht für die Zukunft eine große Unsicherheit für die medizinische Versorgung von Tieren.


7. Mai 2019 Impfen für Afrika

Der diesjährige Impfen für Afrika -Tag, welcher am Dienstag den 7. Mai stattfand, war erneut ein großer Erfolg!

An diesem Tag wird die Hälfte der Einnahmen durch Impfungen an die Organisation Tierärzte ohne Grenzen gespendet.

Mit dieser Spende werden Projekte in Afrika zur Tiergesundheit unterstützt, damit vor Ort z.B. durch Viehhaltung Nahrungsmittel und wirtschaftliche Unabhängigkeit verfügbar werden.

Durch Impfungen und Spenden kamen dieses Jahr 600,- € zusammen – also noch einmal deutlich mehr als im Vorjahr.

Allen Spendern ein Herzliches Dankeschön !


Staupe im Kreis Mettmann

Im Kreis Mettmann ist inzwischen in Heiligenhaus, Ratingen und Haan bei drei Füchsen Staupe festgestellt worden (Kreis Mettman).

Uns erreichen im Moment sehr viele Anfragen von besorgten Besitzern, ob ihr Hund gegen Staupe geimpft sei.

Wir impfen routinemäßig gegen Staupe! Der von uns verwendete Impfstoff ist Nobivac SHP (SHPPi). Die Wirkdauer ( nach Grundimmunisierung ) wird vom Hersteller mit 3 Jahren angegeben.


Nala sucht ein neues Zuhause



Änderung der Hausapothekenverordnung

Heute am 21.2.2018 hat das Bundeskabinett die am 2.2.2018 vom  Bundesrat beschlossene Änderung der Tierärztlichen Hausapothekenverordnung (TÄHAV) verabschiedet. Mit Inkrafttreten dieser Verordnung ändern sich für Tierbesitzer die Möglichkeiten der Antibiotika-Therapie. Es dürfen jetzt nur noch bestimmte Antibiotika sofort angewendet, abgegeben oder verschrieben werden. Vor der Anwendung anderer Antibiotika muß – von Gesetz wegen – ein Antibiogramm durchgeführt werden. Die dadurch entstehenden Kosten muß selbstverständlich der Tierhalter tragen. Zusätzlich führt diese Vorschrift zu einem Zeitverzug, da die geforderte Untersuchung eben auch ihre Zeit braucht. Weiterführende Informationen: Information des Bundesministeriums Mitteilung des bpt Die Empfehlung der Ausschüsse

Sachkundenachweis

Ab sofort ist es auch in unserer Praxis möglich, den Sachkundenachweis gem. § 11 Abs. 3 des Landeshundegesetz (LHundG) NRW zu erlangen. Hundehalter, welche nicht innerhalb der letzten drei Jahre (maximal zwei Unterbrechungen von jeweils drei Monaten) eine Haltung eines „großen“ Hundes nachweisen können, sind zum Nachweis der Sachkunde verpflichtet. Zu den sogenannten „großen“ Hunden zählen die Tiere, welche unter die 20 – 40 – Regel fallen, d.h. deren Körpergewicht 20 kg oder Körperhöhe 40 cm überschreitet. Die Abnahme kann grundsätzlich während unserer Sprechzeiten, gerne nach vorheriger Anmeldung, durchgeführt werden. Hierbei werden aus einem Fragenkatalog 20 Fragen zufällig ausgewählt, welche in einem multiple-choice-Verfahren beantwortet werden müssen. Den Fragenkatalog und weitere Informationen erhalten Sie hier:Tierärztekammer-NRW